Blühende Landschaften

Posted: August 25, 2010 in meineburg

….in meiner LZ vom – Moment – 14./15. August 2010.
Alles sprießt und wächst und boomt und ob dieser Gutnachrichten-Flutkatastrophe verzeihe ich Ihr heute einfach mal!
Also der LZ, weil sie mir die Zeitung vom 7./8. August nicht zugestellt hat.
Ich glaube, dass Ihr ja auch nur Menschen seid und als Mensch bleibt ja auch mal was auf der Strecke.
Aber, liebe Sprösslinge, bitte niemals die Väter vor der Garage vergessen. So ganz ohne väterlichen Beistand durch den Lüneburger Landkreis zu fahren ist mit Siebzehn noch nicht
drin. Merke: Trendy bist du erst wenn der Papa überallhin mit darf – und spätestens an der Tankstelle weißt du’s.
Und? Wisst ihr eigentlich was sonst in Lüneburg gerade voll expandiert?
Nein, nicht eure Universität, die so heißt wie ein Medikament das keiner freiwillig in den Mund nehmen möchte – viel zu künstlich.
Gemüse!
Ja, Gemüse, Grünzeugs, Gärtnersfreuden. Das sind die wahren Giganten eurer Heimat!
Einfach nur gewässert, gehegt und gepflegt – noch ein bisschen zwei Jahre alten Kompost drauf, dann einfach gewartet ab und an gebetet und schon macht’s Zack!
Fertig ist das Gigantomatengemüse mit Geschmack!
Glückwunsch!
Irgendwo stand es – als kleine Randnotiz – aber bei unregelmäßig zugestellten Samstagszeitungen, ist das schon nicht ganz einfach mit der Vergangenheitsbewältigung.

Es war der 14. August 1985 und die Hochschule Lüneburg plant für die Zukunft.
Der Magisterstudiengang „Kulturwissenschaften“ soll ab nächstes Jahr über acht Semester Wissbegierige die Fremdenverkehrswirtschaft lehren. Cool, dass man damals mit so wenig
Worten ausgekommen ist – und das Gemüse trotzdem genauso Groß gewesen ist – glaube ich.

Und nun, ein Vierteljahrhundert später lockt Sie immer noch Menschen nach Lüneburg.
Nein, nicht KuWi – also gut natürlich auch der Studiengang
aber ich meine natürlich die Lüneburger Heide.
Sie Blüht – für Oma und Opa – für Schäfer Uwe und Dixi und Ronja und seine Schnuckis – für die neue Heidekönigin natürlich – und – ganz wichtig – für abertausende Besucher, die sich dieses Naturschauspiel nicht entgehen lassen wollen und danach in eure Bäckerstraße einkaufen gehen, natürlich.

„Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen Sie sich in zehn Jahren zurücksehen werden.“

Natürliche Fremdenverkehrswirtschaft und Blühende Landschaften steht alles in der LZ.

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